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Überarbeitete Neuausgabe 2019:

Abschied einer Illusion

Wenderoman

Was würden Sie tun, wenn Sie erpresst werden?

Eine Erpressung, die Sie einzig zwischen Verbrechen und Gefängnis entscheiden lässt?

Wenn dadurch Ihre gesamte Welt ins Wanken gerät?

 

 

 

Überarbeitete Neuausgabe 2019:

Marlene Torvett und das Märchen vom Glück

Der erste Band der Reihe "Marlene Torvett - Mord im Land der tausend Seen"

 

 

Neuerscheinung in 2019: Tod im Land der tausend Seen

Ein Kriminalroman um die Neustrelitzer Buchhändlerin Lilo Glück

 

 

Inhalt:
 
Stumme Zeugen  Bei einer Wanderung im Müritz-Nationalpark stolpert die Buchhändlerin Lilo Glück über einen menschlichen Schädel. Untersuchungen zeigen: Das Skelett liegt bereits seit fast 30 Jahren im Wald. Was ist damals geschehen? Lilo Glück musste als Kind ihre Heimat verlassen und lebt erst seit Kurzem wieder in Neustrelitz, diesem paradiesischen Land der tausend Seen. Ihr Neuanfang verläuft jedoch alles andere als paradiesisch: Als eine weitere Leiche entdeckt wird, gilt sie schon bald als Verdächtige …

 

"Sie schlängelte sich durch die dicht stehenden Buchen. Heimkehr hatte er gesagt. Irgendwann einmal. Nach dem Geschäft. Einmalig, hatte er gesagt. Zu ihr. Zu seiner Geliebten. Eine einmalige, niemals wiederkehrende Möglichkeit. Etwas vom großem Kuchen abbekommen. Endlich. Sie hatte ihm geglaubt. Sie glaubte ihm immer noch. Sie liebte ihn. Mehr als Frank, ihren kleinen Bruder. Den sie sein ganzes Leben lang schon liebte. Ein letztes Treffen, ausgerechnet hier. An dem Platz, an dem ihre Liebe einmal begann. Handschlag würde reichen, auch das hatte er gesagt. Nun gut, hatte sie gesagt. Ein Handschlag und dann machen wir uns auf den Weg. Wenn nicht bald, dann bleibe ich. Ich kann Paul nicht mehr in die Augen sehen. Er merkt etwas."

 

weitere Leseauszüge

Ostseekiller

»Weg, Diana!« Markus Jännecke war endlich bei seiner aufgeregten Hündin angekommen und griff ihr in das Halsband. Er zog sie beiseite. Jetzt hatten alle den Blick frei auf das, was Olaf aus der Hand geworfen hatte. Einen Dreizack, an dessen Ende lange dunkelblonde Haare wehten.
Lena sah auf ihre Uhr, es war genau 11.17 Uhr. An einem Mittwochvormittag also, dachte sie noch. Gut, dass ich eine Uhr trage, Handy geht ja schlecht, wenn man nackt ist, dachte sie weiter. Und wer ruft jetzt die Polizei? »Ich mach das!«, schrie sie. »Ich hole Hilfe!« Die Schritte bis zu ihrem Rucksack zählte sie. Die Zahl wiederholte sie, bis endlich ein Sanitäter neben ihr stand und ihr eine Spritze gab.

»87«, sagte sie, »es sind 87 Schritte bis zum Tod.«

 

Mariannes Himmelpforte

Was verbinden? Den Kopf verbinden, das Herz verbinden? Oder besser abbinden, bis es nicht mehr weh tut?

Doch steige ich aus, ohne Verbandszeug. Ich bin Marianne, war es schon immer und muss sehen, wo ich hingekommen wäre. Wo ich hingehörte, eigentlich. Wie es üblich war. Muss sehen, wie ich meine letzten Tage verbracht hätte, wenn es nicht beendet wäre. Zwei Hunde laufen mir vor die Füße, zwei große langhaarige Schäferhunde. Ich mag Tiere, wie nichts sonst auf dieser Welt. „Heinrich“ höre ich einen Ruf, „Heinrich“, wieder, lauter, ein Befehl nun. „Himmler, kommt her, zu mir. Kommt zum Herrchen!“. Die Stimme bekommt ein Gesicht, einer der Hunde bellt, der andere wedelt mit dem Schwanz. Die Stimme schreit: „Ihr blöden Hunde!“ Beide Hunde laufen zu dem Gesicht, werfen sich hin, freuen sich.

Andere Gesichter stehen dabei, hören, wie das eine Gesicht Heinrich und Himmler belehrt, wie die Stimme ihnen sagt, sie sollten nicht zu Fremden, könnte doch sein, dass diese dreckiges Blut haben, könnte doch sein, Heinrich und Himmler würden sich ins dreckige Blut verbeißen und sich den Magen verderben. Die anderen Gesichter gehen leise weg, wollen nicht die sein, an denen sich der Magen verdorben wird...

 

Abschied einer Illusion

„Ich heiße Mischa, keine Angst, ich bin kein Russe, obwohl. Wäre nicht das Schlechteste ein Russe zu sein. Meine Frau nannte mich Mischa, wie den Bären. Sie ist tot und der Bär folgt, bald hoffentlich. Noch einmal so tanzen wie du heute und dann auf den Friedhof. Das wärs Mädchen. Ein guter Zeitpunkt, um Tschüß, um - ihr könnt mich mal - zu sagen. Meine Frau meinte immer, ich spinne. Trotzdem liebte sie mich, sie machte alles mit. Alles, auch als ich im Knast war, im Zuchthaus, hat sie sich keinen anderen genommen. Sie sollte sich scheiden lassen, man wollte ihr die Kinder sonst wegnehmen.“